Während moderne bibliothekarische Informationssysteme bereits auf Suchmaschinentechnologie basieren, sortieren sie ihre Treffer bislang zumeist auf Grundlage relativ einfacher Algorithmen. Auch heute noch beschränken sie sich vielfach auf Text-Matching und die Gewichtung einzelner Felder aus den Metadaten. Die Möglichkeiten, welche durch Rankingfunktionen potentiell gegeben werden, werden bei weitem nicht ausgenutzt.

Die Erwartungen von Benutzerinnen und Benutzern an diese Informationssysteme jedoch sind deutlich höher und auf vielfältige Weise durch den Umgang mit Web-Suchmaschinen und dem Social Web geprägt. Insbesondere werden die Sortierung der Suchergebnissen nach der Qualität der einzelnen Treffer, die Zusammenstellung ausgewogener Ergebnissets sowie Popularität, also von anderen Nutzern häufig angesehene Treffer, auf den vorderen Trefferpositionen erwartet.
Ziel des Projektes LibRank ist die Entwicklung von intelligenten Rankingverfahren für bibliothekarische Informationssysteme, die aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Bereich der Web-Suche (1) qualitätsinduzierende Faktoren wie z.B. semantische Relevanz bezogen auf die Suchanfrage, Aktualität, Popularität und Verfügbarkeit von einzelnen Medien berücksichtigen, (2) den Nutzungskontext in die Rechercheergebnisse einbeziehen und (3) die Treffer den Nutzern erwartungskonform präsentieren.