Ziel des Projektes LibRank ist die Entwicklung von intelligenten Rankingverfahren für bibliothekarische Informationssysteme, die aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Bereich der Web-Suche
(1) qualitätsinduzierende Faktoren wie z.B. Aktualität, Popularität und Verfügbarkeit von einzelnen Medien berücksichtigen,
(2) den Nutzungskontext in die Rechercheergebnisse einbeziehen,
(3) die Treffer erwartungskonform präsentieren.

Hinsichtlich des Transfers in den Wissenschaftsbereich verfolgt das Projekt folgende Ziele:
(4) Bereitstellung eines Demonstrators, mit dem Bibliotheken und Wissenschaftseinrichtungen die für ihre eigenen Daten optimalen Rankingfaktoren ermitteln können,
(5) Behebung der Defizite der gängigen Evaluierungs-Testkollektionen.

Durch die Bereitstellung einer erweiterten Testkollektion möchte das Projekt dazu beitragen, die systematische Erforschung von umfassenderen Ranking-Verfahren für die Domäne der wissenschaftlichen Dokumente anzuregen.
Mit dem Fokus (1) auf eine Vielzahl von Rankingfaktoren, die empirisch auf ihre Eignung und hinsichtlich ihrer Gewichtung überprüft werden und (2) auf konkrete Nutzermodelle geht LibRank weit über aktuelle Ansätze hinaus, die sich auf einzelne Faktoren konzentrieren und zudem eine weitgehend systemseitige Sicht auf die Qualität der Treffer verfolgen.
Das Gemeinschaftsprojekt zwischen Informationswissenschaft und -praxis versucht, sowohl konzeptionelle und methodische Erkenntnisse zu gewinnen als auch anhand von EconBiz als einschlägigem Fachportal die Anwendungsmöglichkeiten dieser Erkenntnisse in der Praxis aufzuzeigen.
Das Projekt will nachnutzbares Wissen über das nutzerorientierte Ranking von Bibliotheksinhalten aufbauen: Die wissenschaftliche Publikation als auch die Offenlegung des Rankingsystems sind Ziele des Projektes. Eine Bereitstellung des Rankingsystems als Open-Source-Framework zur bedarfsgerechten Erzeugung von Relevanzmaßen und leichten Integrierbarkeit in existierende quelloffene Suchmaschinen wird angestrebt.